Institute of Legal Medicine, Innsbruck Medial University

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Institute of Legal Medicine, Innsbruck Medical University
Director Richard Scheithauer, PhD
Muellerstraße 44
6020 Innsbruck, Austria
Phone +43 512 9003 70600
Fax +43 512 9003 73600
E-Mail gmi@i-med.ac.at

Im Rahmen des Projekts untersuchen wir die Besiedlungsgeschichte des Tiroler Alpenraums durch den modernen Menschen. Sorgfältig gewählte Abschnitte des Erbguts (DNA) von 3.713 freiwilligen Spendern erlauben einen Blick in die Vergangenheit und ermöglichen im Rahmen einer interdisziplinären Forschung die Spurensuche nach unseren Vorfahren. Die persönlichen Daten der Teilnehmer sind strikt getrennt von den Untersuchungsergebnissen, das heißt, dass eine Rückführung der DNA-Daten auf ein Individuum für Außenstehende nicht möglich ist. Diese Studie wurde der Ethikkommission der Medizinischen Universität Innsbruck vorgelegt und für unbedenklich erklärt.
Der Theodor-Körner-Fonds vergibt seit 60 Jahren Starthilfe für Projekte junger WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen. Unter ihnen ist in diesem Jahr auch der Molekularbiologe Martin Bodner, PhD, dessen Forschungsprojekt zur Rekonstruktion der Ausbreitung des Menschen in Südamerika prämiert wurde. Die Preisverleihung fand Ende April im Großen Festsaal der Universität Wien statt, im Anschluss lud Bundespräsident Dr. Heinz Fischer die Ausgezeichneten zum Empfang in die Präsidentschaftskanzlei in der Hofburg.
Die Ausbreitung des Menschen von Afrika über die gesamte Erde ist eines der spannendsten Forschungsfelder in der Genetik. Einer Forschergruppe am Institut für Gerichtliche Medizin gelang es, einen international beachteten Beitrag zur Besiedlungsgeschichte von Südamerika zu veröffentlichen.
Am Institut für Gerichtliche Medizin Innsbruck konnten erfolgreiche DNA-Untersuchungen an jenen Gebeinen durchgeführt werden, die dem Babenberger Markgrafen Leopold III., seiner zweiten Frau Agnes von Waiblingen und seinem erstgeborenen Sohn Adalbert zugeordnet sind. Trotz widersprüchlicher Quellenlage galt Adalbert bislang als Sohn aus einer früheren Ehe, was Auswirkungen auf die Nachfolge Leopolds hatte. Umso überraschender sind nun die DNA-Ergebnisse, die eindeutig belegen, dass Agnes die leibliche Mutter von Adalbert war, eine korrekte Zuordnung der Proben vorausgesetzt.
Erfolgreiche Zusammenarbeit von Gerichtsmedizin Innsbruck und INTERPOL bei weltweiter Plattform für DNA-Datenaustausch. Die Gerichtsmedizin Innsbruck hat im Auftrag von INTERPOL einen Film produziert, der die Entscheidungsträger in den 188 INTERPOL-Mitgliedsländern für den nationalen und internationalen Austausch von DNA-Daten motivieren soll.

Thursday, 23rd of October 2014