Gerichtsmedizin Aktuell

28.11.2014
Die neuen Richtlinien zur Analyse der mitochondrialen DNA (mtDNA) wurden unter der Leitung von Walther Parson erarbeitet und im Herbst 2014 publiziert. Der Vorstand der internationalen Gesellschaft für forensische Genetik (ISFG) hatte international renommierte WissenschaftlerInnen beauftragt, die Empfehlungen zur Forschung und Anwendung molekulargenetischer Methoden in der Gerichtsmedizin zu aktualisieren. Walther Parson wurde die federführende Rolle aufgrund seiner umfangreichen Forschungsarbeiten zur mitochondrialen DNA Analyse zugedacht, speziell dem Aufbau und der Betreuung der international beachteten mtDNA Datenbank EMPOP, die weltweit für die statistische Bewertung von mtDNA Daten herangezogen wird.
14.10.2013
Im Rahmen des Projekts untersuchen wir die Besiedlungsgeschichte des Tiroler Alpenraums durch den modernen Menschen. Sorgfältig gewählte Abschnitte des Erbguts (DNA) von 3.713 freiwilligen Spendern erlauben einen Blick in die Vergangenheit und ermöglichen im Rahmen einer interdisziplinären Forschung die Spurensuche nach unseren Vorfahren. Die persönlichen Daten der Teilnehmer sind strikt getrennt von den Untersuchungsergebnissen, das heißt, dass eine Rückführung der DNA-Daten auf ein Individuum für Außenstehende nicht möglich ist. Diese Studie wurde der Ethikkommission der Medizinischen Universität Innsbruck vorgelegt und für unbedenklich erklärt.
10.05.2013
Der Theodor-Körner-Fonds vergibt seit 60 Jahren Starthilfe für Projekte junger WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen. Unter ihnen ist in diesem Jahr auch der Molekularbiologe Martin Bodner, PhD, dessen Forschungsprojekt zur Rekonstruktion der Ausbreitung des Menschen in Südamerika prämiert wurde. Die Preisverleihung fand Ende April im Großen Festsaal der Universität Wien statt, im Anschluss lud Bundespräsident Dr. Heinz Fischer die Ausgezeichneten zum Empfang in die Präsidentschaftskanzlei in der Hofburg.
06.08.2012
Die Ausbreitung des Menschen von Afrika über die gesamte Erde ist eines der spannendsten Forschungsfelder in der Genetik. Einer Forschergruppe am Institut für Gerichtliche Medizin gelang es, einen international beachteten Beitrag zur Besiedlungsgeschichte von Südamerika zu veröffentlichen.
26.03.2012
Die Bedeutung der Analyse der mitochondrialen DNA und des nicht kodierenden Bereichs des Y-Chromosoms spiegelt sich in der stetig wachsenden Zahl an wissenschaftlichen Publikationen in verschiedenen Forschungsfeldern wider. Umso wichtiger ist der kontinuierliche Austausch zwischen Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen.
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