Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck

Vorstellung des Instituts für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck

Das Institut wurde 1894 erstmals als eigenständige Abteilung erwähnt. Es deckt heute das gesamte in Mitteleuropa übliche Spektrum der Gerichtlichen Medizin in Forschung, Lehre und Praxis ab.

1990 wurde die Forensische DNA Abteilung als eine der ersten im deutschsprachigen Raum eingerichtet. Seit 1991 wird die DNA Technologie für spurenkundliche Gerichtsgutachten eingesetzt. Die am Institut tätigen Sachverständigen sind im In- und Ausland tätig.

Ein Schwerpunkt des Instituts ist die Identifikation menschlicher Überreste mit Hilfe der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden. Unter Aktuelles finden sich weitere Informationen zur Identifikation von Opfern des Tsunami in Südost Asien 2004/2005, von Günter Messner 2006, von Kindern der russischen Zarenfamilie 1918/2009, von Soldaten des ersten Weltkriegs 1915/2010 und der fortlaufenden Identifikation von Opfern des Pinochet Regimes in Chile.

Das Institut wurde 2002 als erstes im gesamten deutschen Sprachraum in der Forensik nach der internationalen Norm ISO EN ÖNORM 17025 akkreditiert. 

Das Institut ist das Österreichische DNA-Zentrallabor für die Nationale DNA Datenbank des Österreichischen Innenministeriums.

Die Vertretung Österreichs, die das Institut in den entscheidenden internationalen Fach-Gremien übernommen hat, ist sowohl für die Betreuung des Zentrallabors als auch für die wissenschaftliche Entwicklung von Bedeutung. Zu nennen sind:

EAFS (European Academy of Forensic Sciences): Akademischer Flügel von ENFSI . Ziel: Beratung in Forschungs- und Entwicklungsfragen, speziell zur Effektivität von Technologien in Forschung und Praxis. Walther Parson ist assoziiertes Mitglied

EDNAP (European DNA Profiling Group): Zusammenschluß der wissenschaftlich führenden DNA-Labors Europas. Ziel: Grundlegende Forschung und Optimierung der DNA-Typisierung für forensisch-spurenkundliche Zwecke

EMPOP (European Mitochondrial Population Database): Ursprünglich war EMPOP eine wissenschaftliche Initiative des Instituts. EMPOP wird als Arbeitsgruppe von EDNAP unter der Leitung von Walther Parson am Institut weiter geführt. EMPOP gilt als wissenschaftliche Referenz und wird von Wissenschaftlern weltweit genutzt. Ziel: Umfangreiche Datenbank zur Nutzung mitochondrialer DNA u.a. bei schwierigen Identifikationensfällen

ENFSI DNA WG (European Network of Forensic Science Institutes, DNA Working Group): Zusammenschluß der in der kriminalistischen Routine führenden DNA-Labors Europas. Ziel: Kriminalistische Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der DNA Technologie auf die Laborroutine. Walther Parson ist Leiter der Arbeitsgruppe DNA Methods and Interpretation

Interpol DNA MEG (DNA Monitoring Expert Group): Interpol Beratungsgruppe. Ziel: Weltweite Etablierung von Nationalen DNA Datenbanken und internationaler Datenabgleich. Richard Scheithauer ist Mitglied (2000-2011 deren Vorsitzender)

ISFG (International Society for Forensic Genetics): Entscheidene Fachgesellschaft für die Anwendung der DNA Analyse in der Forensik. Ziel: Wissenschaftliche Weiterentwicklung. Walther Parson ist Präsident der Gesellschaft.

Leopoldina (Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina): Älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum. Walther Parson ist gewähltes Mitglied

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