a.Univ.Prof. Mag. Dr. Walther Parson

Geboren 1966. Studium der Biologie in Innsbruck. 1994 Aufbau eines DNA-Labors am Institut für Gerichtliche Medizin. 1999 Promotion, 2001 Habilitation für Gerichtliche Medizin. 2004 Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin. 2005 Wissenschaftspreis der "International Society of Forensic Genetics". 2009 aktives Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Leiter des Fachbereichs "High Throughput DNA Database Unit" (dem Hochdurchsatz-DNA Labor) und Leiter des Forschungsschwerpunktes "Forensische Molekularbiologie" am Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck (GMI).

Internationale wissenschaftliche Kompetenz

Seit 2000 ist Walther Parson Mitglied des Leitungsausschusses der Internationalen Kommission für vermisste Personen (International Commission on Missing Persons, ICMP) und begutachtet die wissenschaftliche Arbeit des DNA-Labors in Sarajevo, wo Identifikationen von den Opfern der ehemaligen Jugoslawien-Kriege durchgeführt werden.

2007 wurde er zum assoziierten Mitglied der Europäischen Akademie für forensische Wissenschaften (European Academy of Forensic Science, EAFS) gewählt, in der zukünftige Strategien europäischer Forschungsnetzwerke für die Forensik erarbeitet werden. "Internationale Verbrechen erfordern neue Ermittlungsansätze und grenzenübergreifende Zusammenarbeit. Auch auf wissenschaftlicher Ebene. Der Datentransfer muss sicher und schnell jene Informationen liefern, die für die Verbrechensbekämpfung notwendig sind", berichtet Walther Parson

Forschungskapazität

Das Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck weist eine international beachtete Forschungstätigkeit auf. Mit über 20 begutachteten wissenschaftlichen Originalarbeiten pro Jahr liegt die GMI damit im weltweiten Spitzenfeld. Hauptaugenmerk liegt dabei auf Innovation und Qualität in der Forschung. "In der Fallarbeit werden wir dann kontaktiert, wenn es besonders schwierig wird", berichtet Walther Parson, "weil wir dafür bekannt sind, dass wir neueste Methoden unter Einhaltung höchst möglicher Qualität anwenden, um Identifikationen durchzuführen."

Im Forschungsschwerpunkt "Forensische Molekularbiologie" sind derzeit sieben WissenschafterInnen tätig, die im Rahmen von national unterstützen Forschungsprojekten, darunter die Österreichische Forschungsförderungs-gesellschaft (FFG), der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), sowie die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) an ihren Dissertationen arbeiten. "Diese grundlegenden Forschungsarbeiten sind notwendig, um neue Technologien für eine nachhaltig erfolgreiche Verbrechensbekämpfung zu entwickeln", freut sich Walther Parson über das große Engagement seiner Mitarbeiter. "Dass unser Institut damit seine Spitzenstellung in der internationalen Forschung beibehält, ist ein angenehmes Nebenprodukt."

Kontakt

a.Univ.Prof. Mag. Dr. Walther Parson

Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck (GMI)
Müllerstraße 44
A-6020 Innsbruck

Tel: +43 512 9003 70640
Email: walther.parson@i-med.ac.at
Web: www.gerichtsmedizin.at

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