Mitochondriale DNA Analyse; Neue Richtlinien der ISFG zur molekulargenetischen Gerichtsmedizins

Die neuen Richtlinien zur Analyse der mitochondrialen DNA (mtDNA) wurden unter der Leitung von Walther Parson erarbeitet und im Herbst 2014 publiziert. Der Vorstand der internationalen Gesellschaft für forensische Genetik (ISFG) hatte international renommierte WissenschaftlerInnen beauftragt, die Empfehlungen zur Forschung und Anwendung molekulargenetischer Methoden in der Gerichtsmedizin zu aktualisieren. Walther Parson wurde die federführende Rolle aufgrund seiner umfangreichen Forschungsarbeiten zur mitochondrialen DNA Analyse zugedacht, speziell dem Aufbau und der Betreuung der international beachteten mtDNA Datenbank EMPOP, die weltweit für die statistische Bewertung von mtDNA Daten herangezogen wird.

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Studie zum historisch-genetischen Hintergrund der Besiedlung des Tiroler Alpenraums

Im Rahmen des Projekts untersuchen wir die Besiedlungsgeschichte des Tiroler Alpenraums durch den modernen Menschen. Sorgfältig gewählte Abschnitte des Erbguts (DNA) von 3.713 freiwilligen Spendern erlauben einen Blick in die Vergangenheit und ermöglichen im Rahmen einer interdisziplinären Forschung die Spurensuche nach unseren Vorfahren. Die persönlichen Daten der Teilnehmer sind strikt getrennt von den Untersuchungsergebnissen, das heißt, dass eine Rückführung der DNA-Daten auf ein Individuum für Außenstehende nicht möglich ist. Diese Studie wurde der Ethikkommission der Medizinischen Universität Innsbruck vorgelegt und für unbedenklich erklärt.

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DNA-Analyse versetzt Babenberger-Forschung in Unruhe

Am Institut für Gerichtliche Medizin Innsbruck konnten erfolgreiche DNA-Untersuchungen an jenen Gebeinen durchgeführt werden, die dem Babenberger Markgrafen Leopold III., seiner zweiten Frau Agnes von Waiblingen und seinem erstgeborenen Sohn Adalbert zugeordnet sind. Trotz widersprüchlicher Quellenlage galt Adalbert bislang als Sohn aus einer früheren Ehe, was Auswirkungen auf die Nachfolge Leopolds hatte. Umso überraschender sind nun die DNA-Ergebnisse, die eindeutig belegen, dass Agnes die leibliche Mutter von Adalbert war, eine korrekte Zuordnung der Proben vorausgesetzt.

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Walther Parson zum aktiven Leopoldina-Mitglied gewählt

Mit der Nominierung zum aktiven Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina darf sich der Innsbrucker Gerichtsmediziner ao.Univ.-Prof. Dr. Walther Parson über eine besonders renommierte Auszeichnung freuen. Die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gesellschaft Deutschlands wählt ausschließlich hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen in ihre Reihen.

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Der Interpol DNA Gateway - weltweiter DNA Datenaustausch

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Gerichtsmedizin Innsbruck und INTERPOL bei weltweiter Plattform für DNA-Datenaustausch. Die Gerichtsmedizin Innsbruck hat im Auftrag von INTERPOL einen Film produziert, der die Entscheidungsträger in den 188 INTERPOL-Mitgliedsländern für den nationalen und internationalen Austausch von DNA-Daten motivieren soll.

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4th Int. EMPOP Meeting, Berlin 2010

For the 4th EMPOP meeting we are very happy to return to Berlin, where Lutz has kindly invited us for the first time in 2004 when mtDNA joined with Y to form the “Haploid DNA markers in forensics”. For the upcoming meeting we have two main topics in mind, the presentation of new features of the EMPOP 2 website and presentations on new mtDNA population studies. Our field still observes the lack of representative mtDNA population data for numerous regions worldwide. We are also aware of the requirements to continuously optimize our technical platforms to meet the forensic developments. You are kindly invited to submit abstracts with your recent population genetic studies and technological developments to contribute to interesting discussions at the meeting.

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dnatox; neue Methoden zum Aufspüren von Giften und zum DNA-Profiling

Die Suche nach dem Unbekannten - das ist Thema des Forschungsprojekts dnatox, das von der Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Innsbruck unter Mitwirkung des österreichischen Bundeskriminalamts und des Umweltbundesamts durchgeführt und von der CEMIT GmbH, Innsbruck, gemanagt wird. Kürzlich fand das erste Partnertreffen in Wien statt, bei dem nach einem Jahr Laufzeit des Projekts erste Forschungsergebnisse präsentiert wurden.

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