Tiroler Wissenschaftsfonds fördert jungen Forscher an der Innsbrucker Gerichtsmedizin

Am 27. Jänner 2017 wurden im Rahmen eines Festaktes bereits zum 15. Mal Fördermittel des Tiroler Wissenschaftsfonds an Forscherinnen und Forscher der Tiroler Hochschulen vergeben. Unter den FördernehmerInnen, deren herausragende Forschungsprojekte nun zielgerichtet unterstützt werden, findet sich auch Martin Bodner vom Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck.

Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses in Tirol wurde auf Initiative des Landes Tirols geschaffen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der wissenschaftlichen Forschung in Tirol zu sichern und vielversprechenden wissenschaftlichen Vorhaben von vor allem jungen Forscherinnen und Forschern eine Anschubfinanzierung zu geben. Antragsberechtigt sind WissenschafterInnen und der wissenschaftliche Nachwuchs der acht Tiroler Hochschulen.

Foto: Medizin Uni Innsbruck

Die Verleihung der Förderzusagen des Tiroler Wissenschaftsfonds für die im Rahmen der Ausschreibung im Jahr 2016 ausgewählten Projekte fand in der Aula der Universität Innsbruck statt. Landesrat DI Dr. Bernhard Tilg und die Rektorinnen und Rektoren der Tiroler Hochschulen begrüßten die jungen WissenschafterInnen, deren vielversprechende Forschungsvorhaben im Anschluss kurz vorgestellt wurden. Von den an der Medizinischen Universität Innsbruck eingereichten 29 Anträgen werden sieben finanziell unterstützt. Eines dieser Projekte ist „Helena’s many daughters – Massively parallel sequencing provides highest-resolution insights into the most common West Eurasian mtDNA control region haplotype” von Mag. Martin Bodner, MSc PhD vom Institut für Gerichtliche Medizin.

Die vielen Töchter der Helena

Die mitochondriale DNA ist ein Werkzeug in forensischen Untersuchungen, das in sonst oft unlösbaren Fällen zur Anwendung kommt. Mit heute angewandten Methoden zeigen viele Menschen aber dasselbe mitochondriale DNA-Profil und können nicht unterschieden werden. Im Projekt „Die vielen Töchter der Helena“ beschäftigt sich Martin Bodner mit dem häufigsten europäischen mitochondrialen Profil. Mit modernsten Methoden möchte er im größten nationalen Probensatz die versteckte Vielfalt innerhalb scheinbar identischer Proben aufdecken. In einer Vorstudie gelang es, den Traum der forensischen Genetik, Gleiches zu unterscheiden, beinahe zu verwirklichen. Dieses Projekt öffnet auch ein "Fenster zur Vergangenheit", um die Ausbreitung des Menschen zu klären.

(D. Heidegger)

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